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Gedenkveranstaltung für Gisela Al Amily im Kulturhaus Baumschulenweg

Bericht über eine Gedenkveranstaltung für die Malerin Gisela Al Amily, die am 30. September 2026 im Rahmen der 19. Kunstmeile im Kulturhaus Baumschulenweg in Berlin stattfand. Anlass war der 90. Geburtstag der Malerin im März 2026.


Zum Abschluss der 19. Kunstmeile in Berlin-Baumschulenweg fand am 30. September 2026 eine Gedenkveranstaltung anlässlich des 90. Geburtsjahres der Malerin Gisela Al Amily im Kulturhaus Baumschulenweg statt. Angeregt wurde sie durch Elsa Brandt, die seit vielen Jahren für den Bürgerverein Baumschulenweg [↗] die Kunstmeile organisiert.

Ausschnitt aus dem Flyer zur 19. Kunstmeile Baumschulenweg 2026: Ankündigung der Gedenkveranstaltung zum Abschluss der Kunstmeile.

Die am 5. März 2017 verstorbene Künstlerin war in ihrer Berliner Zeit sehr regelmäßige und gern gesehene Besucherin des Kulturhauses, das damals noch "Kulturbund Treptow" hieß, und sie hatte 2009 selbst dort eine große Ausstellung ihrer Gemälde mit dem Titel "Momente".

An der Kunstmeile Baumschulenweg nahm sie insgesamt sechsmal teil. 2013, bei der 6. Kunstmeile, stellte sie unter dem Titel "Weibsbilder" ihre Werke erneut im Kulturhaus Baumschulenweg aus.

Im Rahmen der Veranstaltung wurden erstmals seit dem Tod Gisela Al Amilys 2017 zwölf ihrer Werke ausgestellt. Foto: Egon Höcker [↗]

Passenderweise fand die Gedenkveranstaltung im gleichen Raum statt wie die vorgenannte Ausstellung, und im Raum hingen neben einem Porträt-Foto der Künstlerin auch 12 Werke aus ihrer letzten Schaffensperiode, die sie bei ihrer letzten Kunstmeile, der Achten 2015, im Seniorenheim domino-world Club Treptow ausgestellt hatte. Es war das erste Mal seit dem Tod der Künstlerin, dass einige ihrer Arbeiten öffentlich sichtbar waren.

Es kamen rund 50 Interessierte, etwas mehr, als der Raum auch bei enger Bestuhlung fasste, sodass einige außerhalb saßen oder standen und durch die geöffnete Tür sahen. Viele der Zuschauer hatten vorher am vierten und letzten, von Elsa Brandt geführten Rundgang der Kunstmeile teilgenommen, dessen letzte Station das Kulturhaus war.

Armin Hottmann, Geschäftsführer des Kulturring in Berlin e.V. und Leiter des Kulturhauses Baumschulenweg und Elsa Brandt, Organisatorin der Kunstmeile Baumschulenweg, bei der Begrüßung des Publikums. Foto: Renate Ackermann [↗]

Nach der Begrüßung durch den Geschäftsführer des Kulturring in Berlin e.V. und Leiter des Kulturhauses, Armin Hottmann, erzählte Elsa Brandt von der Aktivität Gisela Al Amilys bei der Kunstmeile von 2008 bis 2015. Anschließend sprach der ehemalige Leiter des Kulturhauses, Reno Döring, über seine Erinnerungen an die Malerin und ihre Ausstellungen im Kulturhaus.

Reno Döring, ehemaliger Leiter des Kulturhauses Baumschulenweg, spricht über die Aktivitäten und Ausstellungen der Malerin im Kulturhaus. Foto: Renate Ackermann [↗]

Den größten Teil der Veranstaltung machte eine rund 50-minütige Präsentation aus, die vom jüngeren Sohn der Künstlerin, Faris, vorgetragen wurde. Es handelte sich um eine Zusammenstellung von Textausschnitten, Fotos, Ton- und Filmaufnahmen, die einen Einblick in das außergewöhnliche Leben und den künstlerischen Werdegang der Malerin bot.

Die Zuschauer lauschen einer Anekdote über die Nachkriegszeit auf Plattdeutsch, die die Künstlerin auf Tonband gesprochen hat, Teil der ca. 50-minütigen Multimedia-Präsentation des Sohnes der Künstlerin. Foto: Renate Ackermann [↗]

Zum Schluß überreichte Elsa Brandt den Vortragenden kleine Geschenke und übergab dem ebenfalls anwesenden Ehemann der Künstlerin einen Blumenstrauß für das Grab der Malerin. Danach bedankten sich Teilnehmer der diesjährigen Kunstmeile bei Elsa Brandt für ihre langjährige und engagierte organisatorische Arbeit. Letztlich erklärte Frau Brandt die 19. Kunstmeile Baumschulenweg für beendet.

Es war insgesamt eine rundum gelungene Veranstaltung, die das Publikum sichtlich bewegte, an einigen Stellen zum Lachen brachte und viele positive Rückmeldungen erhielt.